Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (BDG) e.V. fordert Bestand unabhängiger Fachbehörden

Der BDG begrüßt die Bemühung um ein bundeseinheitliches Recht im Umweltbereich. Für die Arbeit der im BDG organisierten beratend tätigen Geowissenschaftler, sind bundesweit gleiche Rahmenbedingungen ein wichtiges Anliegen. Die vorgesehene Bundesgesetzgebung, die nach dem Scheitern des UGB einheitlichere gesetzliche Rahmenbdingungen gewährleisten soll, wird deshalb ebenfalls grundsätzlich begrüßt.

 

Der BDG fordert allerdings nachdrücklich, dass unabhängige Fachbehörden nicht in ihrem Bestand gefährdet werden dürfen! Geowissenschaftliche Beurteilung muss sich strikt an fachlichen Grundsätzen und den vorgefundenen geowissenschaftlichen Gegebenheiten orientieren.

Geowissenschaftliche gutachterliche Grundlagenarbeit darf nicht politischen oder finanziellen Rahmenbdingungen ausgesetzt oder untergeordnet werden. Hierfür sind Fachbehörden, die von politischen Entscheidungsträgern und von den Rechtsbehörden unabhängig sind, unverzichtbar.

 

Welch katastrophale Auswirkungen offensichtliche Fehlentscheidungen im Bereich Baugrund und Grundwasser haben können, zeigt die Katastrophe von Köln.

 

Horst Häussinger

Sprecher des Ausschusses Ämter und Behörden, Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (BDG) e.V.

06.04.2009