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Spektakuläre Havarien wie die des artesischen Wasser-Ausbruches vor dem Hessischen Finanzministerium zeigen, dass tiefe Bohrungen immer mit einem Restrisiko behaftet sind. Das hessische Landesamt für Umwelt und Geologie, das diese Bohrung fachlich beurteilt hatte, hat in seiner Stellungnahme zwar auf die ungünstige hydrogeologische Situation verwiesen, zeigte sich aber im Nachhinein selbst überrascht: die geologische Problematik sei „in dieser Tragweite nicht absehbar gewesen."

Die Forderung, die allgemeine geowissenschaftliche Grundlagenerhebung wieder zu stärken, wird vom BDG seit langem erhoben. Seit Jahrzehnten werden die Geologischen Dienste der Länder reduziert und personell beschnitten. Dadurch blieb die geologische Landesaufnahme und damit die Schaffung verlässlicher Planungsgrundlagen auch für den Ausbau der oberflächennahen Geothermie als wichtiger Baustein für eine ressourcenschonende Energieversorgung auf der Strecke. Inzwischen haben einige Bundesländer begonnen, diese Datengrundlagen zu schaffen (z.B. mit der „Informationsoffensive Oberflächennahe Geothermie 2008 - 2011" des Bayerischen Landesamtes für Umweltschutz). Bleibt es bei diesen einzelnen Projekten, ohne den geologischen Diensten und ihren Aufgaben eine langfristige Perspektive zu verschaffen, werden diese Projekte aber Strohfeuer bleiben.

Der BDG fordert daher die personelle und finanzielle Ausstattung der Geowissenschaftlichen Dienste in Bund und Ländern nachhaltig zu verbessern. Dies dient der Planungssicherheit bei der Versorgung mit den Wichtigen Ressourcen Rohstoffe, Trinkwasser und nicht zuletzt der erneuerbaren Energie Erdwärme.

Der BDG unterstützt nachdrücklich die Nutzung geothermischer Energie, weist aber darauf hin, dass die Restrisiken bei der Abteufung tiefer Bohrungen nicht unterschätzt werden dürfen. Die Risiken die sich aus der sog. „Verkehrssicherungspflicht" für den Bauherrn ergeben, können erheblich sein. Aus Sicht des BDG muss daher sichergestellt sein, dass diejenigen, denen die Bauleitung solcher Projekte obliegt, über ausreichende geowissenschaftliche Fachkenntnisse verfügen, um unvorhersehbare Ereignisse bei den Bohrungen zuverlässig zu beherrschen. Eine Schulung zur Beherrschung von Havarien bei Geothermalbohrungen ist daher dringend erforderlich.

Bonn, den 11. November 2009

 

siehe auch "Immer mehr Katastrophen bei Baumaßnahmen im Untergrund..."

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