Anmeldung

Wer ist online

Aktuell sind 111 Gäste und keine Mitglieder online

Das Klima beeinflusst die Entwicklung von Böden, die Bodeneigenschaften und die Bodenfunktionen. Die seit dem 17. Dezember 2008 vorliegende Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) bestätigt diese Aussagen. Um die Funktion des Bodens als Kohlenstoff- und Wasserspeicher weltweit zu erhalten und die Widerstandsfähigkeit von Böden gegenüber Klimaeinflüssen zu ver­bessern, sind konkrete Regelungen zum Bodenschutz von entscheiden­der Bedeutung für den Klimaschutz, die Anpassung an den Klimawandel und die nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft.

Böden speichern etwa ein Drittel des gesamten CO2-Vorrates. Die in den Böden gebundene Kohlenstoffmenge ist etwa zweimal so groß wie in der Atmosphäre und dreimal so groß wie in der Vegetation. Die europäischen Böden enthalten rd. 75 bis 79 Mrd. Tonnen Kohlenstoff. Die Freisetzung selbst eines kleinen Bruchteils dieser Menge könnte die in anderen Bereichen erzielten Einsparungen zunichte machen und massive Auswirkungen auf die Treibhausgasemissionen haben. Böden haben die Fähigkeit bis zu 300 l Wasser pro m³ aufzunehmen. Der Wassergehalt der Böden wirkt sich wiederum sehr stark auf ihr CO2-Speichervermögen aus. Je weniger Wasser im Boden ist, desto weniger CO2 wird gespeichert. Dies ist einer der Rückkopplungseffekte, die den Klimawandel beschleunigen können.

Im Zuge des Klimawandels werden Starkniederschlagsereignisse häufiger auftreten. Diese führen zu verstärktem Abtrag von unbedecktem Boden. Wo der Boden als Speichermedium für Wasser nicht abgetragen wird, findet Verschlämmung statt. Die Porenräume werden mit feinen Bodenteilchen verstopft und verlieren dadurch ihre Funktion als Wasserspeicher. Das Wasser fließt infolgedessen an der Oberfläche ab und das Hochwasserrisiko wird erhöht. Bislang kaum einschätzbar sind die Auswirkungen des Klimawandels auf das Bodenleben.

Die Aktionsplattform Bodenschutz (ABo) fordert die Bundesregierung daher auf, die Vorreiterrolle Deutschlands bei den UNFCCC-Verhandlungen in Kopenhagen 2009 aktiv wahrzunehmen und sich für ein gerechtes und ambitioniertes internationales Klimaschutzabkommen einzusetzen, das den Bodenschutz maßgeblich einbezieht.

Quelle: PM der Abo vom 07.12.2009