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Wegen der Verharmlosung des Erdbebenrisikos in der Abruzzenstadt L’Aquila
2009 sind von einem italienischen Gericht sechs Seismologen und ein Zivilschützer zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Dieses Urteil hat nicht nur unter Geowissenschaftlern für große Verwunderung, ja Ablehnung gesorgt.

Hier werden Menschen für eine nahezu unberechenbare Naturkatastrophe verantwortlich gemacht - Menschen, die durch Ihre Arbeit versuchen, andere Menschen vor Gefahren, Verletzung, Obdachlosigkeit und Tod zu bewahren.

Die Geowissenschaftler stehen grundsätzlich im Dienste des Menschen: Sie unterstützen die Gründung von Bauwerken, schützen die Umwelt, sind für die Auffindung von lebenswichtigem Wasser entscheidend, schützen vor Naturkatastrophen und stellen die Versorgung der Menschheit mit Rohstoffen sicher.

Der Berufsstand der Geowissenschaftler ist sich weltweit seiner besonderen Verantwortung bewusst. Dabei unterliegt er den Grenzen des zur Verfügung stehenden Wissens, wie die Vertreter aller anderen Wissenschaften auch. Das Gerichtsurteil in Italien kann dazu führen, dass kein Seismologe mehr zu einer öffentlichen Äußerung bereit ist. Auch heute lassen sich Wahrscheinlichenkeiten für Erdbeben nur in grobem zeitlichem und räumlichem Rahmen angeben.

Der BDG Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler wendet sich entschieden gegen das oben beschriebene Urteil und empfiehlt seinen Mitgliedern wie auch anderen Personen des öffentlichen Lebens, die Online-Petition „https://secure.avaaz.org/en/petition/Fair_trial_for_the_Italian_seismologi
sts_in_LAquila/“ zu unterstützen.

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