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Sachsen-Anhalt hat zahlreiche geologische Probleme – trotzdem soll Ausbildung von Fachkräften verhindert werden

Gemäß dem neuesten Strukturpapier des Landes Sachsen-Anhalt ist vorgesehen, das Institut für Geowissenschaften und Geographie der Martin-Luther-Universität Halle zu schließen.Diese Pläne erfüllen den Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (BDG) mit großer Sorge: Geowissenschaftler liefern entscheidende Beiträge zu Schlüsselthemen unserer Gesellschaft. So erscheint die Schließungsabsicht vollkommen unverständlich vor dem Hintergrund der zahlreichen geologischen Probleme in Sachsen-Anhalt:

 

  • Die riesigen Tagebaurestlöcher des Braunkohleabbaus der DDR-Vergangenheit bergen ein erhebliches Geo-Risiko für Erdfälle und Böschungsrutschungen, wie die Katastrophe von Nachterstedt zeigt.
  • Sachsen-Anhalt ist ein Bergbauland mit zahlreichen Großfirmen (z.B. Kali und Salz) und Tagebaubetrieben zur Sicherung der Massenrohstoff-Versorgung (Kalk für Zementherstellung, Betonkies, Hartsteinsplit für Straßen-Verschleißdecken u.v.m.).
  • Das Schutzgut Grundwasser und die Wasserversorgung der Bevölkerung erfordern ein fachlich fundiertes Monitoring, nicht zuletzt auf Grund diverser Altlasten (z.B. im Bitterfelder Raum).
  • In Sachsen-Anhalt und angrenzenden Bundesländern existieren zahlreiche kleinere und mittlere Geo-Büros, die geologische Gutachten erstellen und dafür auf Fachkräfte mit regional-geologischen Kenntnissen angewiesen sind.
  • Nicht zuletzt besteht auch eine erhebliche Rohstoff-Abhängigkeit unseres Landes bei bestimmten Schlüssel-Elementen (wie Gallium, Indium, Kobalt, Germanium u.a.), die zur Herstellung von Elektroautos, Tablet-PC’s, Mobiltelefonen und anderen Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens benötigt werden. International aufgestellte Forschungsprojekte aus eben diesem geowissenschaftlichen Institut an der Martin-Luther-Universität setzen an diesen Themen an und helfen bei der Lösung vieler Fragen im Kontext mit der Rohstoffsicherung.

In Sachsen-Anhalt werden nur an der Martin-Luther-Universität (MLU) Halle Studiengänge der Geowissenschaften angeboten. Nach Auffassung der Verbandsmitglieder sind die an der MLU angebotenen Studiengänge angewandt ausgerichtet und liefern bedarfsgerecht ausgebildete Absolventen für die oben angesprochenen Problemfelder – entsprechend problemlos finden sie eine Anstellung in den verschiedenen Berufsfeldern

In allen Bundesländern Deutschlands besteht zur Zeit eine große Nachfrage nach Absolventen der Geowissenschaften, insbesondere im Bereich Ingenieurgeologie und Geotechnik – und das mit steigender Tendenz.

 

 

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