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Praktika sind bei den meisten geowissenschaftlichen Studiengängen in Deutschland ein Pflichtbestandteil des Studiums –  an einigen Hochschulen allerdings wird ein solches Praktikum lediglich empfohlen.

Was aber, wenn ein Absolvent nach Beendigung seines Studiums ein Praktikum absolvieren möchte? Zum Beispiel weil eine Verpflichtung dazu nicht bestand oder ihm das Pflichtpraktikum zu kurz war?Besteht dann die Möglichkeit, ein solches Praktikum nachzuholen? Nach den neuesten Bestimmungen müsste der Arbeitgeber für ein solches Praktikum Mindestlohn zahlen – ist das ein Hindernis für die Praktikumssuche?

Rund um diese Fragen hat sich im Vorstand und Beirat des BDG eine intensive Diskussion ergeben.

Einigkeit herrschte darüber, dass ein Praktikum einen wichtigen Eindruck über die zeitlichen und organisatorischen Abläufe bietet. Auf dem Arbeitsmarkt haben Bewerber mit nachgewiesenem Praktikum immer einen Vorteil.  Es sollte unbedingt im eigenen Interesse der Studierenden sein, ein oder zwei Praktika während des Studiums einzuplanen, wobei eine Mindestdauer von 4 Wochen nicht unterschritten werden sollte. Unter Umständen kann es sinnvoll sein, für ein mehrmonatiges Praktikum ein Urlaubssemester zu beantragen.

Ein Praktikum nach dem Studium wird oft als Übergangslösung betrachtet, um Zeit zu überbrücken. Die Suche nach einem Praktikumsplatz für fertige Geowissenschaftler kann sich schwierig gestalten.

Viele Inhaber von Geo-Büros geben an, nur ausbildungsbegleitende Praktika anzubieten. Zum einen ist ein Praktikum hier sozialversicherungsrechtlich klar geregelt, denn Schüler und Studenten bleiben im Rahmen der Ausbildung bei ihrer gewählten Sozialversicherung. Zum anderen aber wird die Gefahr gesehen, dass Absolventen als Praktikanten mit Mindestlohn billig eingestellt und dann als Geowissenschaftler eingesetzt und abgerechnet werden. Die Hoffnung auf eine Einstellung erfüllt sich für die jungen Geowissenschaftler in solchen Fällen häufig nicht.

Wenn sich ein Arbeitgeber für die Einstellung eines Hochschulabsolventen entscheidet, so steht für viele Selbstständige die (bis zu 3 jährige) Einarbeitung im Vordergrund - um diese zu gewährleisten, wird man einen korrekten Arbeitsvertrag mit einem festen Einstellungsgehalt anbieten. Daneben gibt es noch zeitlich befristete projektbezogene Einstellungen, die bei denen auch ein Berufseinsteiger Erfahrungen sammeln kann.

Der zu zahlende Mindestlohn für einen Praktikanten, der sein Studium bereits beendet hat, würde nach Meinung von Vorstand und Beirat des Berufsverbandes übrigens kein Hindernis darstellen.

 

 

Zusammenstellung der Diskussion von Vorstand und Beirat des BDG im April 2015 von Tamara Fahry-Seelig, NL Berlin

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