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Das alljährlich erscheinende Hochschulranking des Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) stellt die wahrscheinlich meistgenutzten Informationsquelle für Abiturienten und Studieninteressierte bei der Wahl der Hochschule dar. Es bewertet die Qualität von Forschung und Lehre an Hand von jährlich stattfindenden Befragungen und erstellt daraus eine fachspezifische Rangliste der Hochschulen und Universitäten im deutschsprachigen Raum.

Obwohl sich das CHE-Ranking auch durch seine anschauliche Darstellung großer Beliebtheit erfreut, mehren sich seit einigen Jahren kritische Stimmen auf verschiedenen Ebenen innerhalb der Hochschullandschaft.

Methodische Mängel, fehlende Transparenz und daher nicht-Einhaltung einfachster wissenschaftlicher Standards, unklare Eignung des Fachbeirates innerhalb des CHE und nicht zuletzt die indirekte Förderung eines neoliberalen Hochschulsystems in dem die „Spitzen-Universitäten“ dominieren. Dies sind nur einige der Gründe warum sich auch die geowissenschaftlichen Fachschaften nahezu aller deutschen Hochschulen bereits 2013 im Rahmen der Bundesfachschaftstagung (BuFaTa) für einen universitätsübergreifenden Boykott des CHE-Rankings aussprachen. Im Rahmen der BuFaTa wurde sich kritisch mit dem CHE-Ranking auseinandergesetzt und ein allgemeiner Umgang damit bearbeitet. Mehrere Workshops mündeten letztendlich in eine gemeinsame Stellungnahme der Bundesfachschaftstagung in der die geowissenschaftlichen Fachschaften fast aller deutschen Hochschulen zu einem Boykott des CHE-Rankings aufriefen.

Knapp zwei Jahre und mehrere BuFaTa-Workshops später zeigt der Aufruf innerhalb der Geowissenschaften erstmals Wirkung: Das diesjährige CHE-Ranking der geowissenschaftlichen BSc-Programme bildet lediglich noch ein Zerrbild der deutschen Hochschullandschaft in den Geowissenschaften ab. Während man der Universität Bayreuth, der TU Bergakademie Freiberg, der (privaten) Jacobs-Universität Bremen sowie der Universität Erlangen-Nürnberg zu Ihrem Abschneiden in puncto „Studiensituation insgesamt“ „gratulieren“ kann (diese vier bilden die sog. „Spitzengruppe“), tauchen 24 von 37 Hochschulen (64,9 %) in diesem zentralen Punkt lediglich als „Nicht gerankt“ auf. Darunter traditionsreiche Hochschulen wie beispielsweise die FU Berlin, LMU München, Uni Heidelberg, Uni Tübingen, Uni Münster und das Karlsruher KIT. Abgesehen von dem partiellen Fehlen von nahezu zwei dritteln der deutschen geowissenschaftlichen Hochschullandschaft in den Geowissenschaften besticht das CHE-Ranking nach wie vor durch die übersichtliche Aufmachung und suggeriert Abiturienten eine gute Datenbasis für die fundierte Wahl der Hochschule. Da die Informationsbereitstellung für Studieninteressierte auch für die Fachschaften von großer Bedeutung ist, hat die Bundesfachschaftstagung von Beginn an den Dialog mit dem CHE gesucht und dieses – nicht zuletzt durch den Erfolg des Boykotts - nun Gesprächsbereitschaft signalisiert. Zukünftige Gespräche im Rahmen der BuFaTa werden zeigen wie mit der aktuellen Situation zukünftig umgegangen wird.

Um dennoch eine Entscheidung bezüglich der Hochschule treffen zu können, muss natürlich eine Fülle von Punkten beachtet werden: Neben subjektiver Abwägungen bezüglich der Familie, Distanz zwischen Heimat und Studienort, der Studienort und seine Umgebung selbst, kommen natürlich auch fachliche Kriterien hinzu. Um dies zu erleichtern, hat der BDG in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Hochschulen sowie der Bundesfachschaftstagung einen inhaltlichen Vergleich der verschiedenen Studienprogramme an deutschen Hochschulen erarbeitet. Die hier bereitgestellten Informationen stellen einen inhaltlichen Querschnitt der jeweils angebotenen BSc- und MSc-Programme dar und zeigen so mögliche fachlichen Vertiefungen an den jeweiligen Hochschulen auf. Hinzu kommen allgemeine Informationen wie beispielsweise die Anzahl der Studierenden, Sprachen der Vorlesungen, nationale wie international Kooperationen sowie Anzahl der Exkursionstage. Mittels dieser vereinfachten Darstellung der Lehrinhalte lässt sich so schnell ein grobes Bild von der inhaltlichen Ausrichtung der verschiedenen Hochschulen in Deutschland bekommen. Darüber hinaus stellen natürlich die Webseiten der Hochschulen sowie die jeweiligen Studiengangskoordinatoren detaillierte Informationen über die jeweiligen Studienprogramme bereit. Auch der genaue Blick in das Modulhandbuch eines Studienganges noch niemandem bei der Wahl der richtigen Hochschule geschadet.

Ein Blick auf die inhaltliche Ausrichtung einer Hochschule kann insbesondere für die Wahl eines interessanten MSc-Programms von großer Bedeutung sein, da man bereits im BSc einen sehr guten Überblick über die Vielfalt innerhalb der Geowissenschaften erlangt. Insbesondere in den Geowissenschaften, als eine der vielfältigsten Disziplinen überhaupt sind letzten Endes die Inhalte wichtiger als der Schein - ob nun an einer vermeintlichen „Spitzen-Uni“ oder nicht.

Peter Müller, studentischer Vertreter im Beirat des BDG

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