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Ein kleines Jubiläum konnte in diesem Jahr die GeoTHERM – Messe und Kongress - feiern. Die diesjährige Veranstaltung (25. und 26. Februar 2016) war die 10. Messe in Offenburg. Diese Messe hat sich mittlerweile zur größten ihrer Art in Europa entwickelt, und auch in diesem Jahr setzte sich die Erfolgsgeschichte fort. Mit 190 Ausstellern und mehr als 3.500 Fachbesuchern wurden die Zahlen des Vorjahres erneut übertroffen.

(Foto: von links nach rechts: Dr. Hans-Jürgen Weyer, EFG Präsident Vítor Correia, im Hintergrund Ralf Brugman HDI)

So wundert es nicht, dass sich der Dank der Redner auf der Eröffnungsveranstaltung an die jetzige Geschäftsführerin der Messe Offenburg-Ortenau, Sandra Kircher, richtete, die 2007 diese Messe mit Weitblick initiiert hatte (u. a. aufgrund von Gesprächen mit Prof. Detlev Doherr von der FH Offenburg und früherem BDG-Vorsitzendem). Zusammen mit der Messe GEC Geotechnik expo & congress und weiteren Veranstaltungen wurde der Standort Offenburg zu einer festen Größe hinsichtlich erneuerbaren Energien und Geotechnik entwickelt.

Sowohl die Oberbürgermeisterin der Stadt Offenburg, Dagmar Schreiner, als auch der Präsident des Bundesverbandes Geothermie, Dr. Knapek, zeigten sich hinsichtlich der Branche optimistisch. Zwar sei die Stagnation bei der oberflächennahen Geothermie noch nicht überwunden, aber die tiefe Geothermie sei nach dem Einbruch der Jahre 2013/2014 wieder im Aufwind. Das läge auch daran, dass die Branche aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt habe und es massive Verbesserungen auf technischem Gebiet gebe – allem voran bei der Bohrtechnik. Allerdings sei dies bei Teilen der Bevölkerung noch nicht angekommen. Dr. Knapek verwies auf große Bohrungen in Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.

Es ist unbestritten, dass bei der Energiegewinnung die CO2-Vermeidung am besten durch geothermische Gewinnung zu erreichen ist. Dies finde sich auch in der Novelle des EEG-Gesetzes wieder, die für das kommende Jahr ansteht. Die gesetzlichen Auflagen für tiefe Geothermieanlagen sind in Deutschland nach wie vor sehr hoch.

Den Einführungsvortrag hielt der Präsident der European Federation of Geologists EFG, Vítor Correia aus Portugal, den BDG-Mitgliedern spätestens seit seiner Teilnahme an den 1. Meggener Rohstofftagen bestens bekannt. Unter dem Titel „Clean Energy for millions of years – why geothermal energy is lagging behind“ gab er einen beeindruckenden Überblick über die Entwicklung geothermischer Energie in Europa. Dabei benannte er die Ölkrise Anfang der 1970er Jahre als Geburtsstunde der erneuerbaren Energie, damals insbesondere der Wasserkraft. Den stärksten Schub habe diese Form der Energiegewinnung aktuell durch die Bedrohung durch den Klimawandel erfahren. Dabei ist es ihm – und der EFG – ein besonderes Anliegen, eine einheitliche Aus- und Fortbildung insbesondere auf dem Gebiet der Geothermie zu fordern.

Erneut bestach die Messe durch die Vielfältigkeit der Aussteller und die Qualität der Vorträge.

Auch für den BDG hat sich die erneute Teilnahme (zusammen mit unserem Versicherungspartner HDI gehört der BDG zu den Ausstellern seit der Erstveranstaltung) gelohnt. Der BDG-Stand war Anlaufstelle für viele Mitglieder und für viele Ratsuchende. Auch konnten etliche neue Mitglieder während der Messe gewonnen werden. Die 11. Messe mit Kongress GeoTHERM ist für den 16. und 17. Februar 2017 terminiert.