Anmeldung

Wer ist online

Aktuell sind 136 Gäste und keine Mitglieder online

Nach dem Studienforum in Erlangen zeigt sich Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (BDG) erfreut: die Reform bietet mehr Gestaltungsmöglichkeiten bei den Universitäten, gleichzeitig steigt die Akzeptanz der Bachelorabsolventen bei den Arbeitgebern.

 

Bereits zum zweiten Mal trafen sich Studiengangsverantwortliche der geowissenschaftlichen Institute auf Initiative des BDG zum Erfahrungsaustausch. Gastgeber war das GeoZentrum Nordbayern der Uni Erlangen-Nürnberg.


Reform der neuen Studiengänge

Das Studienforum hat gezeigt, dass das Reformpapier der Kultusminister-Konferenz (KMK) vom Dezember 2009 die Lage für die Universitäten durch mehr Flexibilität vereinfacht hat. Durch die neue Regelung, für jedes Modul nur noch eine Prüfung vorzusehen, soll die Prüfungsbelastung stark reduziert werden - dieser Punkt wird von den Studienberatern durchweg als positiv angesehen.

Kritikern der neuen Studiengänge begegnet die Reform damit, dass der Überprüfung der Studierbarkeit des Studiums hohes Gewicht beigemessen wird.
Außerdem sind die Studiengänge so umzugestalten, dass sie Zeiträume für Aufenthalte an anderen Hochschulen und für Praktika ohne Studienzeitverlängerung enthalten. Auch bei den erforderlichen ECTS-Punkten für den Master Abschluss haben die Universitäten zukünftig etwas Gestaltungsraum gewonnen. Grundsätzlich gilt für die Akkreditierungsagentur ASIIN „jede Uni sollte selbst bestrebt sein, ein vernünftiges Programm auf die Beine zu stellen" (André Rieck, ASIIN). Gestaltungsideen der einzelnen Unis, zum Beispiel bei der Integration von Auslands-Semestern, steht man daher bei der ASIIN positiv und gespannt gegenüber.

Für die praktische Umsetzung der „Reform der Reform" in Studienplänen und Studienordnungen ergaben sich in den Diskussionen hilfreiche Denkanstöße. Das System „Bologna" war nie so starr gedacht, wie es einige deutsche Hochschulbürokraten umgesetzt haben. Kritisch gesehen wurden die Reaktionszeiten der Universitäten: jede Änderung der Studienprogramme muss durch alle Instanzen, das kann in Einzelfällen bis zu 1,5 Jahren dauern.


Bachelor Absolventen auf dem Arbeitsmarkt

Eine Umfrage des BDG zeigte auf, dass der Bachelor inzwischen „auf dem Arbeitsmarkt angekommen" ist. So sehen 57% der Industrie und 82% der Geologischen Dienste theoretische Einsatzmöglichkeiten für Bachelor-Absolventen. Bei den Geobüros ist die Akzeptanz nicht so hoch: lediglich 26% der Geobüros würden zukünftig BScs anstellen.

Für einige kommen die Bachelorabsolventen aber wie gerufen: in etlichen Industrieunternehmen und großen Consulting Büros laufen eigene Trainee Programme, um Naturwissenschaftler für spezielle Einsatzgebiete weiter auszubilden.

Sowohl von Behördenseite als auch von Geobüros wurde darauf hingewiesen, dass Bachelor-Absolventen aus dem Bereich Geowissenschaften geeignet sind, FH Absolventen aus dem naturwissenschaftlich-technischen Bereich zu substituieren. Die Chancen der Geowissenschaftler auf dem Arbeitsmarkt würden damit durch die Umstellung auf die neuen Studiengänge steigen. Für die Schaffung neuer Stellen gab es allerdings keine Signale.

Klar ist auch die tarifliche Trennung von BSc- und MSc-Absolventen. Der Abstand beträgt im öffentlichen Dienst mehrere Gehaltsstufen (entsprechend der Eingruppierung in den gehobenen Dienst beziehungsweise höheren Dienst). Im privatwirtschaftlichen Bereich sind ebenfalls deutliche Unterschiede im Einstiegsgehalt sichtbar. Perspektiven eines finanziellen Aufstiegs durch Bewährung in der Praxis sind hier aber eher zu erwarten.

Nachdrücklich forderte Dr. Rietzler von R&H Umwelt aus Nürnberg auch zukünftig eine noch stärkere Orientierung des Universitätsstudiums auf die Praxis hin, mit mehr Übungen im Gelände und Kenntnissen von VOB, VOL und HOAI - denn „damit verdienen wir unser Geld".

Tamara Fahry-Seelig, Helmut Heinisch

 

s. dazu auch die Studie des BMBF Bachelor-Studierende
Erfahrungen in Studium und Lehre

 

 

BDG-Mentoring-Programm
TeaserA DieBA Web
Studentisches im BDG

b_firmen

Termine

Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Seiten und Services erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Weitere Informationen Hier

Einverstanden

Cookies sind kleine Textdateien, die auf der Festplatte des Besuchers einer Website abgelegt werden können. Sie ermöglichen es Ihnen persönliche Einstellungen auf der Website vorzunehmen. Cookies werden von CHIP Digital ferner dazu verwendet, um in anonymisierter oder pseudonymisierter Form die Nutzung der Websites, insbesondere der Online-Werbung zu analysieren, generelle Vorlieben eines Nutzers zu speichern und dem jeweiligen Nutzer anhand seiner Vorlieben spezielle, ihn interessierende Angebote und Services auf den Webseiten zu präsentieren. Diese Daten werden unter Umständen bei OnSite-Befragungen mit weiteren demographischen Daten (z.B. Alter und Geschlecht) angereichert. Hierauf werden Sie auch gesondert bei der OnSite-Befragung hingewiesen. Darüber hinaus werden z.B. anonyme Nutzerstatistiken erstellt und die Daten zu Marktforschungszwecken verwendet. Keinem der Anzeigenkunden werden jedoch Daten zur Verfügung gestellt, die einen Rückschluss auf eine bestimmte Person ermöglichen. Eine Nutzung unserer Angebote ist auch ohne Cookies möglich, jedoch sind dann nicht alle Funktionen nutzbar. Die meisten Browser sind so eingestellt, dass sie Cookies automatisch akzeptieren. Sie können das Speichern von Cookies jedoch deaktivieren oder Ihren Browser so einstellen, dass er Sie benachrichtigt, sobald Cookies gesendet werden. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie >>Hier<<