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Deutsche Geowissenschaftler sollen auch künftig ihr Studium mit dem Titel Bachelor oder Master of Science beenden können. Dies hat jetzt der Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (BDG) gefordert. Er wehrt sich damit gegen eine Umbenennung dieser Abschlüsse in „Diplom", die an verschiedenen Hochschulen bereits ansatzweise praktiziert wird.

Umdeklarieren unsinnig

So bestätigt etwa die Universität Karlsruhe - eine der neun  führenden Technischen Universitäten in Deutschland (TU9) - ihren Absolventen auf dem Masterzeugnis die Gleichwertigkeit zu Diplom-Geologen oder Diplom-Mineralogen.

 

Zu Unrecht, wie Professor Helmut Heinisch aus Halle an der Saale, Sprecher des Ausschusses Hochschule und Forschung des BDG findet. „Die neuen Studiengänge unterscheiden sich strukturell, vom Anspruch und vom Ergebnis deutlich vom Diplomstudiengang. Ein schlichtes Umdeklarieren ist billig und wenig sinnvoll."

Verbessern statt reformieren
Statt das erst vor einigen Jahren eingeführte Bachelor- und Master-System gleich wieder zu reformieren, schlägt Heinisch vor, alle offenkundig gewordenen Fehlentwicklungen und Mängel in diesen geowissenschaftlichen Studiengängen zu beseitigen.

Der BDG hält unter anderem eine deutlichere Praxisorientierung und einen stärkeren Geländebezug in der geowissenschaftlichen Bachelor- und Master-Ausbildung für dringend notwendig. „Nur so können die Studierbarkeit und die Qualität der geowissenschaftlichen Ausbildung wieder schrittweise verbessert werden", erklärt Heinisch.

BDG will Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern
Hilfreich wäre es zudem, die Bezeichnungen „Geologie", „Mineralogie", „Geophysik" oder „Geowissenschaften" in allen geowissenschaftlichen Studiengängen fest zu verankern, findet Tamara Fahry-Seelig, Geschäftsstelle Berlin des BDG. „Denn dies würde die Chancen der geowissenschaftlichen Absolventen aus Deutschland auf dem in- und ausländischen Arbeitsmarkt deutlich verbessern.

BDG, Februar 2011

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